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(...) Als wir begannen, Hellinger zu modellieren, waren
einige vordergründige Elemente seiner Arbeit bereits nachzulesen in
"Ordnungen der Liebe" und "Zweierlei Glück:
- der Ablauf einer Aufstellung von Vorinterview über die Entscheidung wie
aufgestellt wird, bis hin zur eigentlichen Aufstellung vom Ausgangs- bis
zum Lösungsbild,
- Prinzipien der Aufstellungsarbeit wie der intrasystemische Vorrang des
Systemälteren, oder der intersystemische Vorrang des jüngeren Systems
- die Grundordnung, die durch Rituale und Umstellungen angestrebt wird,
- möglich Rituale zwischen einzelnen Repräsentanten und
- mögliche Umstellungen, um vom Anfangsbild zum Lösungsbild zu kommen.
(...)
Folgende 5 Phasen unterscheiden wir bei Familienaufstellungen:
- Vorinterview
- Feststellen der Zugehörigen
- Auswahl der Repräsentanten und das Aufstellen
- Maßnahmen während der Aufstellung
- Ende der Aufstellung
(...)
Im Vorinterview klärt der SDI®-Aufstellungsleiter
mit dem Klient dessen Anliegen.
(...)
Die nächste Frage ist: Mit welchen Personen soll man die Aufstellung
beginnen?
(...)
Der Klient wählt aus einer Gruppe die Stellvertreter für die
aufzustellenden "Zugehörigen" sowie einen Stellvertreter für
sich selbst.
(...)
Sind alle Stellvertreter einschließlich eines Repräsentanten für den
Klienten ausgewählt, beginnt der Klient mit dem Aufstellen der
Repräsentanten. Als erstes stellt der Klient seinen eigenen
Stellvertreter auf, den so genannten Focus, nachfolgend stellt er die
anderen Stellvertreter räumlich in Beziehung zum Focus und zueinander.
(...)
Die Stellvertreter haben die Aufgabe, genau auf Veränderungen zu achten,
die sich in ihrer Kienästhetik (körperliche Befindlichkeit und Gefühle)
einstellen, zB darauf, dass das Herz schneller schlägt, ...sie sich
traurig oder leicht fühlen...
(...)
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"Der Mensch steht in der Mitte der Schöpfung, zwischen Stoff und
Geist, zwischen Zeit und Ewigkeit."
Albertus Magnus
Was zu Beginn des Hellinger-Modellings zu Tage trat, stand,
oberflächlich betrachtet, im Gegensatz zu den Grundannahmen des NLP.
Intuitiv vermuteten wir aber das Gegenteil.
Ausgerüstet mit all unseren Matching-Fähigkeiten machten wir uns also
auf den Weg das Gemeinsame zu finden. Recht bald erkannten wir, dass die
beabsichtigte Synthese nur dann gelingen kann, wenn zuerst das
Zusammenspiel der grundlegendsten und gebräuchlichsten NLP-Modelle klarer
gemacht wird, als es für die NLP-Praxis oft notwendig erscheint.
Im Modell des SDI-Loops bieten wir eine "Unified Field Theory"
bisher nahezu unzusammenhängender NLP-Modelle an:
Konstruktivismus
Das TOTE-Modell
Die Dreiteilung: Äußeres Verhalten - Interne Prozesse - Interne
Zustände
Die Neuro-Logischen Ebenen von Robert Dilts
Definition der Elemente
"Denn hast du die Teile in der Hand, fehlt leider nur das geistige
Band"
Johann Wolfgang von Goethe: Faust I
1. Wahrnehmungen
Landkarten erster Ordnung. Sinnesspezifische Wahrnehmungen. {VAKOG}extern
.
"Alles Denken aber muss sich... auf Sinnlichkeit beziehen, weil uns
auf andere Weise kein Gegenstand gegeben werden kann."
Immanuel Kant
2. Konstrukte
Landkarten zweiter Ordnung, Bedeutungszuschreibungen und
Schlussfolgerungen mit der Struktur Komplexe Äquivalenz oder
Kausal-Zusammenhang, {VAKOG}extern {ist gleich /ist
nicht gleich} {VAKOG}intern .Sie erfolgen durch
Assimilation und Akkomodation2.
3. Gefühle
Entstehen durch den Vergleich zwischen dem, was wir meinen, das der Fall
ist (siehe 2.), und dem was wir meinen, das der Fall sein sollte (siehe
4.)
4. Werte
Durch Generalisierung aus einzelnen, positiv oder negativ konnotierten
Erfahrungen entstandene Nominalisierungen. Sie wirken in unseren
Motivationsstrategien als jenes, worauf wir uns zu- oder wovon wir uns
wegbewegen.
5. Vision
Transindividueller Idealzustand, zeigt die Verbindung zwischen dem
Individuum und dem Ganzen durch ein hochgechunktes Zielbild, welches das
Wertesystem idealtypisch repräsentiert. 6.(Sinn)
Der möglich verborgene Sinn hinter der Vision.
"Der Sinn, der sich aussprechen lässt, ist nicht der ewige Sinn. Der
Name, der sich nennen lässt, ist nicht der ewige Name."
Laotse
7. Mission
Die persönliche Aufgabe, die mit dem Sinn zusammenpasst, und die die Welt
der Vision näher bringen könnte.
8. Glaubenssätze
Vorannahmen, die reflektiert oder unreflektiert, jedenfalls aber
sinnesspezifisch unüberprüft, unserem Denken und Handeln zugrunde
liegen. Sie sind jeweils eingebettet in ein sich selbst unterstützendes
System von Glaubenssätzen.
"Wenn wir anfangen etwas zu glauben, so nicht einen einzelnen Satz,
sondern ein ganzes System von Sätzen. (Das Licht geht nach und nach über
dem ganzen auf.) Nicht einzelne Axiome leuchten mir ein, sondern ein
System, worin sich Folgen und Prämissen gegenseitig stützen."
Ludwig Wittgenstein
9. Denken
Zielgerichtete interne Prozesse - {VAKOG}intern - innerhalb des
durch Glaubenssätze vorgegebenen Rahmens und der durch die Fähigkeiten
(siehe 10.) festgelegten Möglichkeiten der Kombination. Die besonderen
Bedingungen hier sind die Möglichkeiten der Negation (z.B. der ersten
Position durch Dissoziation, des Gegebenen durch Zielbildung etc.) der
zeitlichen Verzerrung und der Selbstreferenz sowie die letztlich
Ausrichtung auf Handlungsentwürfe.
10. Fähigkeiten
Die Summe aller zur Verfügung stehenden Strategien im Sinne von
zielgerichteten Sequenzen von VAKOG-Repräsentationen.
11. Aktivitäten
Innerhalb des durch die äußere Welt vorgegebenen Rahmens und der durch
die Fähigkeiten festgelegten Möglichkeiten der Kombination erfolgende,
äußerlich wahrnehmbare, physiologische Prozesse.
12. (Welt)
Der Begegnungsraum von "Motorium" und "Sensorium" in
Heinz von Foerster: Die "Wirklichkeit", die jene Signale zur Verfügung stellt, welche auf unser Sensorium beim
Prozess der Wahrnehmung (siehe 1.) einwirken,
auf welche unser Motorium durch unsere Aktivitäten einwirkt,
in welcher eine Rückkoppelung zwischen Wahrnehmungen und Aktivitäten
geschieht.
(...)
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